HOME
Werbung
Link Gallery for Computer Art
Deutschland



Hessen


Frankfurt am Main


Museumsufer
Paulskirche
Frankfurter Skyline

Die Frankfurter Skyline – eine Wirtschaftsmetropole zeigt Profil

Die Bedeutung der Mainmetropole war von je her enorm. Schon im Mittelalter war sie florierender Marktplatz und europäische Messestadt, Ort von Königswahlen und Kaiserkrönungen, Freie Reichsstadt, dann Sitz des Deutschen Bundes und schließlich 1848 Stadt der ersten deutschen Nationalversammlung. Frankfurt hat auch eine große intellektuelle Tradition, man denke nur an Johann Wolfgang von Goethe oder die Frankfurter Schule. Heute ist die Stadt am Main einer der wichtigsten Handels- und Finanzplätze Europas und Sitz der Europäischen Zentralbank.

Frankfurt am Main

GRAND-i-TOUR Bilder für Ihre Homepage?
GRAND-i-TOUR images for your website?
Die treibende Kraft für den Erfolg der Stadt war stets der Handel: Im Mittelalter kreuzten sich hier wichtige europäische Handelsstraßen; heute liegen die Kreuzungspunkte der weltweiten, virtuellen Waren- und Geldströme in den Frankfurter Bankentürmen.
Der Höhendrang der Stadt begann nach dem Zweiten Weltkrieg, als die historische Innenstadt in Trümmern lag und die künftige Rolle Frankfurts in der Bundesrepublik hinter den Erwartungen seiner Bürger zurückzubleiben schien – die Bewerbung als Hauptstadt wurde von einer knappen Mehrheit im Parlamentarischen Rat abgelehnt. Doch die Mainmetropole war durchaus attraktiv: Mit der größten deutschen Börse und mit ihrer neu ausgebauten Infrastruktur – allem voran dem Flughafen – zog sie die großen Banken und Konzerne an. Die wollten ihre Verwaltungen nach amerikanischem Vorbild effizient, zentralisiert und modern, also in Hochhäusern, organisieren.

Hochhäuser hatte es in Frankfurt schon früher gegeben; das erste, ein Industriegebäude, war bereits in den 20er Jahren entstanden. Dennoch sorgten die Bürobauten der Nachkriegszeit, meist nur sechs bis zehn Etagen hoch, für Diskussionen. Das Thema »Rekonstruktion oder Neuaufbau« erhitzte in Frankfurt, wie in anderen deutschen Städten, die Gemüter.
Daher entstand in respektvollem Abstand zur Altstadt, wo man Paulskirche und Goethehaus wieder aufbaute, das Frankfurt des 20. Jahrhunderts. Obwohl noch lange Jahre der Kaiserdom mit seinem 95 Meter hohen Turm die »Schamgrenze« für die Bürobauten anzeigte, galt Frankfurt bereits in den 50er Jahren als »amerikanische« Hochhausstadt: »Mainhattan«. Die noch bescheidene Skyline wurde zu einem Symbol des Wirtschaftswunders.
In den 60er und 70er Jahren, mit der Protestbewegung, kamen die Hochhäuser etwas in Verruf. Mancher interpretierte sie als Zeichen verfehlter Stadtplanung oder gar als phallische Symbole des Kapitalismus.

Main Tower.

GRAND-i-TOUR Bilder für Ihre Homepage?
GRAND-i-TOUR images for your website?
Heute gehört die Skyline, die gerade Ende der 1990er Jahre ein neues Profil gewann, zu den Touristenattraktionen der Stadt. Mit dem Commerzbank Tower entstand 1997 nicht nur das damals höchste Gebäude Europas – ohne Antenne misst es 258,7 Meter – sondern auch ein ungewöhnliches Beispiel für »ökologisches« Bauen. Mit begrünten Lichthöfen, einer Klimafassade und ausgefeilter Haustechnik wurde das Hochhaus im Hinblick auf ein optimales Raumklima und niedrigen Energieverbrauch geplant. Mit dem Main Tower bekam das Bankenviertel im Jahr 2000 seine erste öffentliche Aussichtsplattform und damit eine Touristenattraktion.
Auch außerhalb der Innenstadt entstanden und entstehen neue Wolkenkratzer: Seit 1991 markiert der Messeturm das Messegelände und westlich des Bankenviertels fällt seit 2003 der runde Westhafen Tower ins Auge.

Mit seinem Bekenntnis zum Hochhausbau hat sich Frankfurt eine faszinierende, ständig wachsende Silhouette geschaffen, die in Deutschland einzigartig ist.


Text: Mathias Wallner / Heike Werner - aus dem Buch Architektur und Geschichte in Deutschland, in gekürzter, überarbeiteter Form.

Architekten Skyline:
verschiedene Architekten, ab etwa 1950 
unter anderem
ABB Architekten Hanig Scheid Schmidt (Deutsche Bank, 1984)
Murphy/Jahn (Messeturm, 1991)
Foster + Partners (Commerzbank Tower, 1997)
Schweger + Partner (Main Tower, 2000)
Schneider + Schumacher (Westhafen Tower, 2003)
Coop Himmelb(l)au (geplanter Neubau Europäische Zentralbank, wird voraussichtlich nicht realisiert)



Links:
www.frankfurt.de
www.maintower.de (Öffentliche Aussichtsplattform)


Literaturhinweise:
  • Durth / Gutschow / Nerdinger / Topfstedt / von Beyme (Hrsg.): Neue Städte aus Ruinen. Deutscher Städtebau der Nachkriegszeit.
  • Colin Davies und Ian Lambot: Commerzbank Frankfurt.
  • Ingeborg Flagge: Main Tower.
  • Axel Menges: Sir Norman Foster and Partners. Commerzbank, Frankfurt am Main.
  • Hugo Müller-Vogg: Hochhäuser in Frankfurt.
  • Marianne Rodenstein: Hochhäuser in Deutschland.



  • Der Text oben stammt aus dem Buch Architektur und Geschichte in Deutschland, Mathias Wallner / Heike Werner.
    Commerzbank Tower
    GRAND-i-TOUR Bilder für Ihre Homepage?
    GRAND-i-TOUR images for your website?

    Das höchste Gebäude der Skyline ist das Commerzbank-Hochhaus.

    Copyright Heike Werner
    Impressum / Kontakt

    Google
     
    GRAND-i-TOUR Bilder für Ihre Homepage?
    GRAND-i-TOUR images for your website?