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Frankfurt am Main


Museumsufer
Paulskirche
Frankfurter Skyline

Das Frankfurter Museumsufer – »Kultur für alle«

Deutsches Architekturmuseum Man muss sich Frankfurt am Main in den Siebziger Jahren vorstellen: Die Stadt hatte ein Imageproblem. Nach Büroschluss traten die Angestellten aus dem Bankenviertel die »Flucht« ins Umland an. Man arbeitete wohl hier, doch wohnen, ja leben in Frankfurt galt schlicht als unattraktiv. Irgendetwas fehlte der Stadt, die reichlich Arbeitsplätze bot, aber immer weniger Neubürger und Besucher anzog.

Hilmar Hoffmann, Kulturdezernent der Stadt Frankfurt, sah, was fehlte: Die Stadt brauchte Kultureinrichtungen. Insbesondere Museen, die als Orte der Freizeit und Erholung eine große Rolle spielen. In einer Gesellschaft, die den »Wohlstand für alle« längst erreicht hatte, machte er nun die »Kultur für alle« zum Schlagwort.
So gingen die Verantwortlichen Ende der 70er Jahre daran, Frankfurt in eine Kulturstadt zu verwandeln. Ein wesentliches Element dieser Verwandlung war das städtebauliche Projekt »Museumsufer«, das aus einer Kette von Museen – darunter einige Neugründungen – am südlichen Mainufer bestand. In dieser »Erholungszone« direkt gegenüber dem Bankenviertel sollten Museen als moderne Freizeiteinrichtungen allen Bürgern offen stehen und durch ihr Erscheinungsbild und ihr Angebot – etwa mit Cafés, Museumsläden und Grünflächen – auch »museumsfremde Schichten« anziehen.

Deutsches Architekturmuseum

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Der Architektur fiel dabei eine wichtige Rolle zu, sie sollte selbst zur Attraktion werden. Den konkreten Rahmen für die Baumaßnahmen bildete eine Reihe von Villen und eine Kirche, die für die Museen umgestaltet wurden oder großräumige Erweiterungsbauten erhielten. Namhafte Architekten führten die Aufträge aus, so dass in den 80er Jahren gleich mehrere Aufsehen erregende Bauwerke am Schaumainkai entstanden, darunter das Museum für angewandte Kunst von Richard Meier, das Museum für Kommunikation von Behnisch und Partner und Oswald Mathias Ungers postmoderner Umbau einer Villa für das Deutsche Architekturmuseum.
»Kultur für alle« machte auch andernorts Schule: In den 80er Jahren wurden Museen zu einer dominierenden Bauaufgabe in der Bundesrepublik.

Text: Mathias Wallner / Heike Werner - aus dem Buch Architektur und Geschichte in Deutschland, in gekürzter, überarbeiteter Form.
Museen am Museumsufer:

  • Städel Museum
  • Deutsches Architekturmuseum
  • Museum für angewandte Kunst
  • Deutsches Filmmuseum
  • Museum Giersch
  • Liebieghaus
  • Museum für Kommunikation
  • Museum der Weltkulturen
  • Ikonen Museum



  • Auf der gegenüberliegenden Mainseite liegen außerdem in Laufweite das Jüdische Museum, das Historische Museum, das Archäologische Museum, das Museum für Moderne Kunst und die Schirn Kunsthalle

    Alle Museen der Stadt sowie aktuelle Ausstellungs- und Veranstaltungstipps finden Sie im Kulturportal Frankfurt.
    Veranstaltungstipp: Am letzten Wochenende im August findet am Schaumainkai das Museumsuferfest statt.


    Architekten Museumsufer:
    verschiedene Architekten, unter anderem:

    Deutsches Architekturmuseum:
    Fritz Geldmacher, 1912-1913
    Umbau, Erweiterung:
    Oswald Mathias Ungers, 1979-1984

    Museum für angewandte Kunst:
    Richard Meier, 1985

    Museum für Kommunikation:
    Behnisch und Partner, 1990


    Link:
    www.frankfurt.de


    Literaturhinweise:
  • Hilmar Hoffmann: Kultur für alle. Perspektiven und Modelle.
  • Heinrich Klotz: Moderne und Postmoderne.
  • V.M. Lampugnani (Hrsg.): Museumsarchitektur in Frankfurt 1980-1990.



  • Der Text oben stammt aus dem Buch Architektur und Geschichte in Deutschland, Mathias Wallner / Heike Werner.
    Postmuseum

    Zwischen den Villen am südliche Mainufer enstanden auch Museumsneubauten wie das Museum für Kommunikation neben der Gründerzeitvilla des Bundespostmuseums.

    Copyright Heike Werner
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