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Das Brandenburger Tor in Berlin – Symbol der deutschen Einheit

Brandenburger Tor
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Alles begann mit einer Mauer. Denn das Brandenburger Tor ist das letzte erhaltene von ursprünglich 18 Stadttoren der alten Berliner Stadtmauer. Um 1780, just in der Zeit, da diese ihre Bedeutung als – horribile dictu – Schutzwall sowie Zollgrenze verlor, beschloss man das Brandenburger Tor zu einem Repräsentativbau, als Endpunkt der allmählich entstehenden Prachtstraße Unter den Linden, umzubauen. Der Architekt Carl Gotthard Langhans schuf an Stelle des ursprünglichen eher unscheinbaren barocken Stadttores das heutige Tor, ein bedeutendes Bauwerk des Berliner Klassizismus. Ganz eindeutig, wenngleich doch sehr spielerisch und frei in der Gestaltung, lehnt sich das Gebäude an sein griechisches Vorbild, die Propyläen auf der Akropolis in Athen, an.

Die Quadriga des Bildhauers Johann Gottfried Schadow zeigt die Siegesgöttin. Sie ist auch auf dem wichtigsten Relief unterhalb des Monuments zu sehen, und zwar als Friedensbringerin. In ihrem Gefolge und unter ihrem Schutz befinden sich personifiziert die Freude, die Künste und der Überfluss. Andere Reliefs zeigen den kämpferischen Sieg der Zivilisation über die Barbarei – »Friede durch Sieg«, so lautet das ganze ikonographische Programm des Brandenburger Tores. Ursprünglich sollte es »Friedenstor« heißen und auch so beschriftet werden.

Brandenburger Tor

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Die legendäre Symbolkraft des Bauwerks hängt eng mit der Quadriga zusammen und begann mit einem Diebstahl im Jahre 1806. Napoleon ließ die Quadriga in 12 Kisten verpacken und nach Paris schaffen. Dort verbrachte sie die nächsten acht Jahre in unmittelbarer Nähe zu einem weltberühmten Pendant: Der Kaiser hatte auch die »venezianische« Quadriga in seine Hauptstadt gebracht – quasi als Dieb unter Dieben, denn die Venezianer hatten das Werk ihrerseits einst in Konstantinopel gestohlen.
Die Rückkehr der Berliner Quadriga im Jahr 1814 geriet zum nationalen Triumphzug. Auf ihrem Heimreiseweg gibt es noch heute Gedenktafeln, die an ihren Durchzug erinnern. Nun ergänzte kein geringerer als Karl Friedrich Schinkel das Monument, nämlich durch den preußischen Adler und das Eiserne Kreuz; beide sollten an den Sieg über Napoleon erinnern.

1945 traf eine Bombe die Quadriga und zerstörte sie völlig. Nur durch einen authentischen Gipsabguss konnte eine Kopie – jene, die wir heute sehen – erstellt werden. Das Problem war, dass sich das Tor auf östlichem Territorium und der Gipsabdruck im Westen befand. Die katastrophal schlechte Ost-West-Kommunikation verzögerte die Wiederaufstellung bis 1958! Der Magistrat Ostberlins reduzierte die Kopie um die Schinkel’schen Bestandteile Eisernes Kreuz und Preußenadler – die galten als »Symbole des Militarismus« und sind erst seit der letzten Restaurierung im Jahr 1991 wieder auf dem Tor zu sehen.

Das Brandenburger Tor stand immer wieder im Brennpunkt deutscher Geschichte. Zwei Daten sind dennoch herausragend: der 13. August 1961 und der 9. November 1989. Der Bau der Mauer rückte das Tor ins Weltbewusstsein. Der ursprüngliche Mauerplan hatte vorgesehen, direkt am Tor einen Grenzübergang zu schaffen, aber nach den dramatischen Szenen in den ersten 24 Stunden nach der Abriegelung schloss man das Brandenburger Tor für die nächsten 28 Jahre.
Der von der Volkspolizei an der Mauerbaustelle vor dem Brandenburger Tor verhöhnte Kanzler Adenauer grub sich als bitterste politische Stunde der Nachkriegszeit in das nationale Gedächtnis ein.
Ganz anders dagegen die Bilder vom November 1989, als Menschen aus Ost und West hier das Ende der Teilung auf der Mauer vorwegnahmen. Die endgültige Öffnung des Brandenburger Tores erfolgte am 22. Dezember durch DDR-Regierungschef Hans Modrow und Bundeskanzler Helmut Kohl.

Text: Mathias Wallner / Heike Werner - aus dem Buch Architektur und Geschichte in Deutschland.
Architekten Brandenburger Tor:
Carl Gotthard Langhans, 1788-1791
Erweiterung: Johann Heinrich Strack, 1868
Reliefs: Johann Gottfried Schadow, Christian Bernhard Rode
Quadriga: Johann Gottfried Schadow, 1793
Ergänzung Quadriga: Karl Friedrich Schinkel, 1814


Link:
www.stadtentwicklung.berlin.de


Literaturhinweise:
  • M. S. Cullen und U. Kieling: Das Brandenburger Tor - ein deutsches Symbol.
  • Rainer Laabs: Das Brandenburger Tor. Brennpunkt der deutschen Geschichte.
  • Stiftung Denkmalschutz Berlin (Hrsg.): Das Brandenburger Tor. Weg in die Geschichte. Tor in die Zukunft.



  • Der Text oben stammt aus dem Buch Architektur und Geschichte in Deutschland, Mathias Wallner / Heike Werner.
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